7/08 – Margarita

Heiß ist’s, vor allem spät nachmittags, wenn die Sonne von einem wolkenlosen Himmel glüht; Zeit für Siesta und – für eine Margarita.

So bitter und süß wie der Cocktail ist auch seine Geschichte.

Ein mexikanischer Vaquero kam in die Stadt, die ihm groß und voller Wunder erschien. Das größte Wunder aber, das er erblickte, war die Tochter des Gouverneurs. Er verliebte sich, trotz der Entfernung, unsterblich, jedoch hoffnungslos, in sie. Als er wieder in sein Dorf zurückkam, dachte er immerfort an die wunderschöne junge Frau. Er erzählte allen davon, aber sein Liebeskummer wurde immer größer. So versuchte er, diesen zu ertränken. Dazu mischte er Tequila, Limettensaft und Likör. Dazwischen aber nahm er immer wieder Salz, das er nach der Sitte vom Handrücken leckte. Seine Freunde trösteten ihn, indem sie das Getränk, das er auch ihnen kredenzte, zu Ehren der unnahbaren und schönen Gouverneurstochter Margarita nannten.

Als einer aus dem Dorf als Barmixer Arbeit in der Hauptstadt bekam, nahm er das Rezept aus dem ländlichen Dorfe mit. Es schmeckte allen sehr gut und bald bekam man die Margarita überall zu trinken. Ob der Drink unserem armen Vaquero über seinen Liebeskummer hinweggeholfen hat, wissen wir nicht, aber das Rezept ist uns geblieben und lautet:

Den Rand eines Cocktailglases mit einer Limettenschale einreiben und durch etwas Salz drehen. 5 cl Tequila, 3 cl Triple Sec oder  Cointreau, Limettensaft und einige Eiswürfel in einem Shaker schütteln und ins Glas gießen. Durch die Limetten macht sich ein dünnes Grün im Glas bemerkbar. Die Margarita ist sehr frisch und recht süffig, aber nicht zu unterschätzen!

Salute! Auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihrem Steuerbüro Dr. Schönfelder.

6/08 – Beerenzeit

Jetzt kommt die Zeit, wo an Hecken und Sträuchern, in versteckten Schlägen im Wald oder im hinteren Eck im Garten Beeren reifen und mit ihrer blauen oder roten prallen Frucht zum Naschen verlocken.

Doch findet man auch häufig Beeren, die man nicht kennt, und sollte dann tunlichst die Finger davon lassen. Nach einer alten Faustregel erkennt man giftige und/oder ungenießbare Beeren, die in Europa wachsen, folgend:

Giftig sind:

1. Alle Beeren von Schlingpflanzen (z.B. Zaunrübe, Glyzinie, Gaisblatt, usw.)

2. Alle länglichen (d.h. nicht kugeligen) schwarzen Beeren (z.B. Liguster)

3. Alle glatten Beeren, die bei ihrer Reife am Grund den Kelch erkennen lassen, der nicht-blasig die Beere umschließt (z.B. Schlutte oder Judenkirsche, auch Laternchen genannt, Tollkirsche, Einbeere, Maiglöckchen, Bilsenkraut, usw.)

4. Alle Beeren, die zu zweit an der Spitze eines gemeinsamen Stengels stehen (z.B. Bittersüß)

5. Alle Beeren, die gemeinsam als Traube an der Spitze eines krautigen Stengels stehen (z.B. Aronstabgewächse)

6. Alle Beeren von immergrünen Gewächsen (z.B. Immergrün, Eibe, Tuje, Segebaum usw.)

Zwei Beispiele zum Veranschaulichen:

Bei der Erdbeere sind deutlich zwischen dem Stengel und der Beere die Kelchblätter der Blüte zu erkennen. Warum ist die Erdbeere dann nicht giftig? Weil sie keine glatte Beere ist, also keine glatte Oberfläche hat!

Bei der Stachelbeere, den Ribisel, der Schwarzbeere usw. ist nicht am Grund, sondern auf der Spitze der Beere der Blütenkelch zu sehen.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht einen beerigen Appetit – mit bekannten Sorten!

5/08 – Carlo

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wird immer größer.
Unser jüngstes Mitglied, Carlo Oskar Josef, wurde am 8. April geboren.

Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute am Beginn seines Lebensweges!

Aus dunkel Vergangnem
Ein Kind geborn;
In Freude und Sorge
Mein Herz verlorn.

Still dort im Bettchen
Das Lebende liegt.
Von Liebe und Gnade
Sei es gewiegt!

Jung Leben atmet
In stiller Gewalt;
Die Welt, die nicht war,
Wird Gestalt.

James Joyce

4/08 – Neuer Mitarbeiter

Nach 38 Jahren hat die „Weiberwirtschaft“ im Steuerbüro Schönfelder ein Ende.

Manche Klienten erstaunte es bereits, einen männliche Stimme am Telefon zu hören. Ja, wir haben einen neuen – männlichen – Mitarbeiter.

Neben seinen hervorragenden fachlichen Kenntnissen gewährt David Jelenic uns schwachem Geschlecht aber auch Schutz und Trutz.  : )

Geschult und geübt im mittelalterlichen Schwertkampf bewacht er uns und das Steuerbüro, auf dass kein Harm über uns kommen möge.

Aber auch ohne Schwert ist er nicht hilflos, da er des weiteren in Hap Ki Do, der koreanischen waffenlosen Kunst der Selbstverteidigung, bewandert ist und Schlag- und Fuß- sowie Hebel- und Wurftechniken beherrscht.

Sie sehen, im Steuerbüro Dr. Schönfelder sind sie – nicht nur fachlich – sicher aufgehoben.

3/08 – Auf den Hund gekommen

Im privaten Leben gibt’s bei Bernhard und Apollonia wieder einen Hund, nämlich die junge Hannoveranerhündin Sira. Sie bringt mächtig Schwung ins Haus. Und was es denn nicht alles zu entdecken gibt! In jede Ecke wird gespäht, unter die Kommoden hineingezwängt, das ganze Haus und der Garten durchschnüffelt. Im Schuppen hausten ein paar wilde Katzen, wie gut das riecht! Und außerdem muss man sich einfach ständig bewegen. Was gibt es Schöneres, als ein paar Runden quer durch die trockenen Stauden zu hetzen und die Ponys im Obstgarten anzubellen. Was raschelt denn da? Der Wind scheucht ein paar vom Herbst übrig gebliebene trockene Blätter im Hof dahin. Herrlich. Mit diesem Feind nimmt es Sira locker auf. Hof und Haus muss schließlich beschützt werden. Auch gegen den geliebten Stoffleoparden gewinnt Sira letztlich immer. Lediglich der seltsame Hund im Spiegel lässt sich einfach nicht durch Knurren und Bellen einschüchtern, zäh, dieser Bursche. Tja, die Welt ist einfach nicht genug.

Der Hannover’sche Schweißhund oder Hannoveraner ist eine alte Jagdhunderasse und stammt von den europäischen Bracken ab. Er verfügt über eine ungewöhnlich gute Nase, sodass er selbst alte Schweiß- und Krankfährten aufspüren kann. Als Begleit- oder Haushund eignet er sich nicht, da er hier seine Fähigkeiten und seinen Jagdinstinkt nicht ausleben kann. Er liebt es, seiner Arbeit als Spürhund nachzugehen und gerät dabei leicht in Begeisterung, erfüllt die Aufgabe aber konzentriert und ausdauernd. Dieser im Allgemeinen ruhige und gelassene Jagdhund wirkt geradezu besessen, wenn er erst einmal seine Arbeit aufgenommen hat.

Der Hannoveraner ist ein kräftiger, langgestreckter kurzhaariger Hund, dessen Fell von hellrot bis dunkelrot alle Schattierungen annehmen kann. Häufig ist das Fell schwarz gestromt, so wie bei unserer Sira. Hannoveraner lernen sehr gerne, und was sie sich einmal angeeignet haben vergessen sie nie wieder. Und so lassen wir Klein-Sira erst einmal lernen und toben und die Welt entdecken.

2/08 – 9. Feber – Fest der Hl. Apollonia

Die Heilige Apollonia lebte im 3. Jhdt. in Alexandria. Ihre Eltern waren Heiden, die trotz vieler Gebete zu den Göttern kinderlos blieben. Schließlich wandte sich die Frau, als man eigentlich nicht mehr damit rechnen konnte, fürbittend an die Gottesmutter Maria. Alsbald war der Kinderwunsch der Eltern erfüllt, ein wunderschönes Mädchen – Apollonia – wurde geboren.

Das Haus der Heiligen Apollonia war ein Refugium für Christen in der Stadt. Im Zuge einer Christenverfolgung wurde sie jedoch verhaftet. Da sie sich weigerte, ihrem Glauben abzuschwören, wurde sie gemartert. Ihr wurden die Zähne ausgeschlagen und die Kiefer zertrümmert. Doch sie lehnte beharrlich ab, den heidnischen Götzen zu opfern. Man drohte ihr schließlich mit Verbrennung auf dem Scheiterhaufen. Sie kam jedoch ihren Peinigern zuvor und sprang laut betend selbst ins Feuer. Kirchenjuristen brachte sie dadurch ins Dilemma, denn man rätselte, ob diese Tat nun als Martyrium oder als Selbstmord zu werten wäre. Der Heilige Augustinus schreibt umfangreich darüber, um den Märtyrertod zu beweisen.

Die Heilige Apollonia ist die Schutzpatronin der Zahnärzte und wird mit einem Zahn, gehalten in einer silbernen Zange, dargestellt. Ihre Zähne bzw. Teile ihrer Kieferknochen befinden sich als Reliquien in Antwerpen, Brüssel, Neapel, Liège und Köln.

Auch wenn der Name heute nicht mehr modern ist, kommt doch in Heimatromanen oder älteren Filmen noch oft eine „Loni“ oder ein „Plonerle“ vor. In fast jeder Generation der Familie Schönfelder gab es eine Apollonia; diese Tradition wurde bis heute fort geführt.

Als Absolventin des humanistischen Gymnasiums und studierte Astronomin ist sich unsere Apollonia der historischen Wurzeln ihres Namens mehrfach bewusst: neben der Geschichte der Heiligen Apollonia ist ihr vor allem der griechische Lichtgott Apollon ein Begriff. Doch auch die Raumfahrt und die Mondlandungen sind eng mit „Apollo“ verknüpft!

Die Heilige Apollonia wird bis heute bei Zahnschmerzen aller Art angerufen.

Apollonia Schönfelder rufen Sie am besten umgehend an, wenn die Steuern Schmerzen bereiten!

1/08 – Der Eisvogel

Ein neues Jahr mit guten Vorsätzen hat begonnen. Zum Beispiel sollte man nicht nur dem materiellen Reichtum Augenmerk schenken, sondern sich auch mal umblicken – die Schätze der Natur gibt’s steuerfrei.

Ein besonderes prächtiges Juwel der österreichischen Fauna ist der Eisvogel – der so heißt ob seines türkis-eisblau glänzenden Gefieders. Manche Quellen leiten seinen Namen allerdings von Eisenvogel ab, weil Teile des Gefieders rostbraun sind wie rostiges Eisen. Wie auch immer, er zählt mit seinem farbenfrohen Federkleid zu den auffälligsten Erscheinungen der heimischen Vogelwelt.

Der Eisvogel ist ein spektakulärer Jäger. Er sitzt auf seiner Sitzwarte – überhängende Äste oder umgestürzte Bäume – und späht nach Beute; kleine Fische und Wasserinsektenlarven. Plötzlich legt er seine Flügel eng an und stürzt sich kopfüber wie ein Pfeil mit lautem Platschen ins Wasser. Nur um wenige Sekunden danach mit schwirrendem Flügelschlag zu seinem Ast zurückzufliegen. Der Kleinfisch im Schnabel wird kräftig rechts und links am Ast mürbe geklopft und schließlich Kopf voran verspeist.

Leider gehört er zu den stark bedrohten Vogelarten, da er ein Indikator intakter Biotope ist. Und die werden immer seltener. Im Nationalpark Donau-Auen gibt es das größte Brutvorkommen, da dort noch ein idealer Lebensraum vorherrscht. Der Eisvogel braucht ruhige, klare, saubere, mäßig fließende Gewässer mit reichlich Kleinfischbestand. Hinsichtlich Nistplatz ist er auf frisch angerissene, unbewachsene steile Uferböschungen angewiesen. Deren Fehlen in unserer Kulturlandschaft durch Befestigung von Uferbereichen und Gewässerregulierung bedeutet für ihn die größte Gefahr.

Mehr zum Eisvogel und über die Donau-Auen:  www.donauauen.at

Foto: Antonicek

12/07 – In der Heiligen Nacht …

.. bekommen die Rinder und Tiere die menschliche Sprache und bereden miteinander, was das nächste Jahr den Menschen so bringen wird. Alte Knechte sollen sich in früheren Zeiten öfter während dieser Nacht in die Futtertröge der Stalltiere gelegt haben um ihr Gespräch zu belauschen. Manch Kühner hat schon einem solchen Gespräch gelauscht, aber noch jedes Mal – so berichten die Sagen – ist der Eindringlich bestraft worden und konnte keinem anderen mitteilen, was er hörte, denn er wurde am Morgen als Leiche gefunden oder war stumm.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht Ihnen gesegnete Weihnachten und ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2008.

Und bleiben sie den Ställen und Futterkrippen in der Heiligen Nacht fern, denn …

… im Mölltal lebte ein Bauer, der sich überzeugen wollte, ob es wahr sei, dass in dieser Nacht die Tiere sprechen. Er traf also die nötigen Vorbereitungen und begab sich in der Christnacht in den Stall, um zu beobachten, ob die Ochsen wirklich sprechen würden. Gegen Mitternacht hörte er, wie der eine Ochs zum anderen sprach: „Übers Jahr wird mich der Schinder vom Hof führen. Du wirst im Haus bleiben, gemästet und geschlachtet werden, und am darauffolgenden Christtag wird die Bäuerin dein Fleisch auf den Tisch stellen. An deinem Tod wird der Knecht schuld sein, der uns füttert.“ Da stand der Bauer auf und ging zur Türe, als der Ochse fortfuhr: „Den Holzstock, der dort bei der Türe steht, werden wir noch heuer auf den Friedhof ziehen, darauf wird die Bäuerin den Knecht heiraten.“

Als der Lauscher inne ward, dass er damit gemeint war, fiel er vor Schreck zu Boden, und am nächsten Morgen fand man ihn tot im Stall. Auch alles andere, was die Ochsen vorhergesagt, traf pünktlich ein. Der erste Ochs verendete im Lauf des Jahres an einer Seuche, der Schinder schaffte das Aas fort. Der andere wurde zur nächsten Christnacht geschlachtet, sein Fleisch kam als Festbraten auf den Tisch. Der Knecht aber heiratete die verwitwete Bäuerin.

Nach Sagen aus Kärnten, von Georg Grabner

11/07 – Die Akte

Zwei Arten gibt es von dem Akte:
der eine ist der splitternackte,
an welchem sich das Auge weidet;
der andere ist amtsbekleidet.

Man kann nun nicht gerade sagen,
dass mit besonderem Behagen
der zweiten Art vom Aktenwerk
man immer schenkt sein Augenmerk.

Nur um des lieben Daseins willen,
um seinen Hunger bloß zu stillen
lässt man sich mit Gewalt herbei
zum Studium der Akte II.

Und schuftet, schuftet, schuftet;
doch gleich nach Dienstschluss wird verduftet
und man eilt, müde des Alleins
zum Studium der Akte I.

Anonymus

10/07 – Die hohe Kunst der Falknerei

Der Ursprung der Falknerei und der Beizjagd liegt, schon vor unserer Zeitrechnung, in den asiatischen Hochsteppen. Dort, wo es kilometerweit keine Hecken, Sträucher oder andere Deckung gibt, war es dem Jäger nicht möglich, sich nahe genug an das Wild heranzupirschen. Dies versuchten die Steppenvölker mit dem lautlos jagenden Greifvogel auszugleichen. Der Erfolg dieser Jagdmethode sorgte dafür, dass sie sich schnell über alle Lande ausbreitete. Bald nahm die Beizjagd einen wichtigen soziokulturellen Charakter an.

Die Goten brachten die Falknerei nach Europa. Deren Hochblüte ist untrennbar mit Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen (1194 – 1250) verbunden. Kritischer als je ein Schriftsteller zuvor ging der Kaiser ans Werk und verband nach für seine Zeit ungewöhnlich eingehenden Forschungen altes mit neuem Wissen und hinterließ eines der umfassendsten Werke über die Ausbildung und die Jagd mit dem Falken. Auch heute noch ist sein Werk „de arte venandi cum avibus“ – „über die Kunst, mit Vögeln zu jagen“ ein Standardwerk in der Falknerliteratur.

Besonders erwähnenswert ist, dass es, schon bei den Merowingern und Karolingern (ab dem 5. Jh.) und auch später im Mittelalter, Damen gestattet war – als einzige Ausnahme übrigens – die Falkenbeize gleichberechtigt und gemeinsam auszuüben. Maria von Burgund, Gattin von Kaiser Maximilian I., oder die englischen Königin Elisabeth (1558 – 1609) waren begeisterte Falknerinnen. Eine besondere Stellung nahm die Falknerei in Russland unter Zar Alexei Michailowitsch (1643 – 1675) ein, der diese hohe Kunst leidenschaftlichst ausübte. Er kannte seine hundert Berufsfalkner alle persönlich und lies das größte russische Werk über Falknerei anfertigen.

Die Hochburg der österreichischen Falknerei war auf Schloss Laxenburg bei Wien. Die letzte große Hofbeizjagd wurde 1814/15 während des Wiener Kongresses veranstaltet. Es war eine der letzten Falkenjagden und Flugvorführungen mit Lippizanerpferden in verschiedenen Farben. Man musste die einhändige Reitweise mit spanischer Jagdkandare beherrschen, es wurden nur Hengste verwendet. Die Kongressteilnehmer waren begeistert!

Im Vormärz aber wurde es schließlich still um die Falknerei.

Der Greifvogel ist kein Haustier. Er kann niemals wie diese gezähmt werden – auch wenn er aus eigener Zucht stammt.  Das Abtragen (= Abrichten) des Beizvogels ist daher keine Dressur und kann niemals durch Strafen oder Zwangsmaßnahmen erfolgen.

Die Vögel werden heutzutage nicht mehr der Natur entnommen, ausgenommen verletzte Tiere. Der Bedarf an Beizvögeln wird ausschließlich durch gezüchtete Vögel gedeckt. Die heutige Falknerei beschäftigt sich nicht nur mit der eigentlichen Jagd mit dem Vogel – sie betreibt gleichzeitig Verhaltensforschung, Greifvogelbiologie, Reproduktionsbiologie und Artenschutz, da sie wertvolle Arbeit bei der wissenschaftlichen Forschung sowie der schwierigen Zucht von gefährdeten Greifvögeln und ihrer Auswilderung leisten. Es waren Falkner, denen es erstmals gelang, den Wanderfalken, der in Deutschland bereits fast ausgestorben war, nachzuzüchten und wieder in die Natur einzusetzen.

Die Beizjagd ist eine besonders naturgetreue und damit ökologische Jagd, weil sie genauso abläuft wie die Jagd wilder Greifvögel. Beutegreifer und Beutetier haben dieselbe Chancengleichheit wie in der Natur. Den Verlauf der Jagd bestimmen Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer von Greifvogel und seiner Beute.

Der Falkner nimmt an einem echten und unverfälschten Naturerlebnis teil und wird in ursprüngliche Naturvorgänge aktiv eingebunden. In diesem Zurückkehren in die Natur liegt tatsächlich die eigentliche Faszination der Beizjagd.

Falkners Heil!

Informationen zur Falknerei und Greifvogelkunde:

www.falknerbund.com   oder   www.adlerflugschau.com