12/11 – Eiszapfen

Am Anfang war ein einzelner Tropfen Wasser, der gefror.

Ein weiterer Tropfen rann an ihm herunter und fror an seiner Spitze an.

Die Sonne schien warm, und wieder entstand ein Schmelzwassertröpflein, das an den beiden Gefrorenen herunterlief, doch der Wind, der um die Ecke blies, war kalt, sehr kalt, bitterkalt, und so gefror auch er, bevor er fallen konnte. Und so geschah es auch beim Nächsten.

Langsam wächst ein kleiner Eiskegel heran. Schicht für Schicht gefrieren weitere Schmelzwassertropfen. Der Weg wird immer länger, manche schaffen es nicht bis ganz unten an die Spitze und legen sich seitlich an.

Und so wird der Kegel länger und länger, immer dicker …. bis schließlich spitze, glänzende Eiszapfen Bäume und Dachrinnen zieren.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht Ihnen einen beschaulichen Advent. Möge sich Ihnen das wahre Weihnachten langsam, aber stetig wie ein wunderschöner kristallener Eiszapfen entfalten.

11/11 – Erntedank

Im Oktober wurde auch heuer wieder bei uns allerorts Erntedank gefeiert. Bei diesem traditionellen Fest wird Gott für die Gaben der Ernte gedankt. Mancherorts wird dabei in einer feierlichen Prozession eine mit Kornähren oder Weinreben geflochtene Erntekrone durch die Gemeinde getragen. Gaben der Natur – Obst, Feldfrüchte, Honig, Wein – vervollständigen den Schmuck.

Erntedankfeste werden schon sehr lange gefeiert, sie reichen weit in die vorchristliche Zeit zurück und es gibt sie in den verschiedensten Kulturen. Einen einheitlichen Zeitpunkt gab es dafür aber nicht, die Ernte wird ja klimabedingt zu verschiedenen Zeiten eingebracht.

So wird z.B. in Kanada Thanksgiving am zweiten Montag im Oktober, in den USA am vierten Donnerstag im November gefeiert und ist nicht nur ein Dankesfest für die Ernte, sondern für alles Gute und allen Erfolg des Jahres.

In Schottland findet Lughnasadh bereits Anfang August zu „Beginn der Ernte“, also mit der ersten Reife, statt. Es ist ein Fest der Fülle und des Überflusses, bei dem man für die blühende Natur und das reifende Korn dankt und um eine reiche Ernte bittet. Lammas Fair ist ein fröhliches Fest, mit Gauklern, diversen Standln, Ringelspiel u.ä. und erinnert an unsere Herbstmessen oder Märkte.

Wie auch immer, wir blicken zurück auf ein reiches und fruchtbares Jahr, genießen die Früchte des Herbstes und sagen: Danke!

10/11 – HOCHzeit

Am 15. August hat sich unsere liebe Andrea-Sybille mit ihrem Christoph vermählt.

Wahrlich ein „großer Frauentag“.

Andrea-Sybille hat heuer im Frühling das Studium Wirtschaft und Recht (mit Schwerpunkt Steuerrecht, versteht sich) an der Klagenfurter Universität begonnen.

Sie hat bereits Technische Mathematik studiert und schreibt gerade ihre Diplomarbeit zusammen. Christoph studierte Informationstechnologie und schreibt ebenfalls an seiner Diplomarbeit.

Das wurde jetzt allerdings durch die Flitterwochen unterbrochen. Gibt es einen schöneren Grund?

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht den Beiden das Allerbeste und glückliche gemeinsame Jahre! Mögen auch sie einmal, so wie unsere Seniorchefin Gerti heuer, eine frohe goldene Hochzeit feiern!

9/11 – Island

Diesen Sommer entflohen Karin und Monika mit ihren Männern der Hitze. Sie wählten dafür ein wahrlich gutes Ziel, nämlich die größte Vulkaninsel der Erde. Knapp unterhalb des nördlichen Polarkreises liegt sie – Island.

Auf Grund des Golfstromes sind in Island die Winter eher mild und die Sommer kühl. Die Sonne geht im Sommer erst nach Mitternacht unter, um sehr bald danach wieder aufzutauchen. Welch herrlich lange Abende für unsere Reisenden!

Island hat nur zirka 300.000 Einwohner, von denen ein gutes Drittel in der Hauptstadt lebt. Reykjavik ist eine moderne Stadt, pulsierend vor Leben. Doch kaum verlässt man sie und fährt ins Landesinnere, scheint man auf einen anderen Planeten versetzt. Kerzengerade ziehen sich die Straßen durch die von Vulkanismus geprägte Landschaft; nur hin und wieder gibt es einen Knick, wenn die Route einem Feenhügel ausweicht.

Unsere Vier umrundeten mit dem Auto die Insel und begegneten oft den ganzen Tag lang keiner Menschenseele. Bloß ein paar vereinzelte Schafe oder da und dort das unvermeidliche Islandpony zeugten doch vom Vorhandensein von Menschen. Stets nächtigten sie in kleinen Hotels oder Farmhäusern, wobei eine Ansammlung von zwei, drei Häusern schon als Dorf gilt.

Ein atemberaubendes Land: Gletscher, die in ein Meer stürzen, in dem sich Robben tummeln; endlos weite, grüne, baumlose Berglandschaften, die am Horizont mit dem Himmel verschmelzen; Wasserfälle, heiße Quellen und Geysire, die ihr brodelndes Wasser meterhoch in die Lüfte schleudern; Wale, die vor der Küste ihre Kreise ziehen; eine Pracht an Farben und Formen, man kommt aus dem Schauen und dem Staunen nicht heraus. Es täte einen gar nicht wundern, wenn plötzlich ein Wikingerdrachenboot um die Ecke biegt. Fürwahr eine Reise wert!

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht auch Ihnen verzauberte Orte und Erlebnisse.

“Einst war das Alter, da Ymir lebte:
Da war nicht Sand nicht See, nicht salzge Wellen,
Nicht Erde fand sich noch Überhimmel,
Gähnender Abgrund und Gras nirgend.

Bis Börs Söhne die Bälle erhuben,
Sie die das mächtige Midgard schufen.
Die Sonne von Süden schien auf die Felsen
Und dem Grund entgrünte grüner Lauch.“

Wöluspa, Der Seherin Ausspruch,
Aus der älteren Edda (altisländische Heldensagen aus dem 13. Jh.)

8/11 – Theater auf der Heunburg

Sommerzeit ist Theaterzeit. Laue Nächte verleiten regelrecht dazu, sich abends solch einem Kulturgenuss hinzugeben.

Besonders romantisch gelegen ist die Ruine Heunburg bei Haimburg in der Nähe von Völkermarkt. Im 11. Jahrhundert erbaut war sie im Mittelalter die Hochburg des Jauntales, ein Brand im 18. Jahrhundert zerstörte sie jedoch teilweise.

Heute ist die Heunburg bekannt durch ihre sommerlichen Theatervorstellungen, die in einem atemberaubenden Ambiente stattfinden. Der beeindruckende Theatersaal im Inneren, die brennenden Feuer im Burghof, die Qualität der Stücke und Aufführungen hinterlassen eine unvergessliche Erinnerung.

Deshalb wird auch das Steuerbüro Dr. Schönfelder die vielfältigen steuerlichen Belange für einen Abend hinter sich lassen und im Rahmen eines Betriebsausfluges auf der Heunburg der schönen Kultur frönen.

Das Stück „Die drei Vögel“ von Joanna Laurens – übrigens die österreichische Erstaufführung – greift auf das Tereus-Fragment von Sophokles zurück; auch Ovid erzählt davon in seinem sechsten Buch der Metamorphosen.

Als moderne „griechische Tragödie“ handelt es von Liebe und Verrat, von Lügen und Rache, auch kommen die komischen Momente nicht zu kurz. Also alles in allem ein Garant dafür, ein wahrlich gewaltiger Abend zu werden.

Sehen auch Sie sich doch die drei Vögel auf der Heunburg an und erzählen Sie uns dann Ihre Meinung dazu. Wir sind schon gespannt.

Informationen unter:  www.heunburgtheater.at

7/11 – Falkenstein

Der Wein des letzten Jahres ist längst fertig und abgefüllt – höchste Zeit also für Apollonia und ihre Familie, Falkenstein einen Besuch abzustatten.

Dominant thront die mächtige Burgruine über dem Markt im nördlichen Weinviertel. Schon seit dem Neolithikum gab es dort Befestigungen; sie gilt als die älteste Wallburg Mitteleuropas.

Das pannonischer Klima und die Lößböden sind hervorragend für den Weinbau geeignet. Neben Weißburgunder, Welschriesling und Zweigelt findet man hauptsächlich die Grüne Veltliner-Traube, die hier ihre optimalen Voraussetzungen findet und der daher der erste DAC-Wein Österreichs (Districtus Austriae Controllatus) gewidmet wurde. Der Weinviertel-DAC steht für den gebietstypisch ausgebauten Grünen Veltliner, der durch sein intensives pfeffriges Bouquet und seine Frische besticht.

Wein hat in Falkenstein schon immer eine Rolle gespielt, war es doch Sitz des Berggerichtes, das seit dem Mittelalter für alle rechtlichen Fragen des Weinbaus von Wien bis Brünn zuständig war und heute noch für die Qualität des Falkensteiner Weines steht.

Aber auch sonst gibt es viel Entdeckenswertes in und um Falkenstein: alte Pilgerwege, Schlösser und gotisch-barocke  Kirchen, liebliche Hügel mit endlos langen Reihen von Rebstöcken, Falken, die hoch in den Lüften rütteln, urgeschichtliche Ausgrabungen, Kunst- und Musikfestivals … das Weinviertel im lauen Frühsommer ist wahrlich bezaubernd.

Gut, dass Falkenstein auch eine besonders sehenswerte und heimelige Kellergasse besitzt, wo man gerne länger verweilt und verkostet.

Zum Beispiel bei:  www.pesau.at

Kostproben gibt es aber natürlich auch im Steuerbüro Dr. Schönfelder.

Zum Wohl!

6/11 – Eiszeit

Warm ist´s! Das Schöne an dieser Zeit sind die Eisdielen, die wieder geöffnet haben und mit ihrer kalten Pracht locken.

Speiseeis war bereits in der Antike bekannt; Gletscherschnee wurde mit Zutaten wie Früchten und Honig vermengt, denn Kühlschränke gab es ja noch keine. So ließen sich die römischen Kaiser Eis und Schnee von den Apenninen mittels Schnellläufer bringen. Hippokrates verschrieb seinen Patienten das süße Wassereis als Schmerzmittel – wie recht er doch hatte. Carlo kann die schmerzstillende Wirkung, wenn er hergefallen ist, nur bestätigen.

Im Jahre 1686 wurde in Paris das erste Kaffeehaus vom sizilianischen Edelmann Procopio die Coltelli eröffnet, das bald zu einem beliebten Treffpunkt der Pariser Gesellschaft wurde. Über zwei Jahrhunderte lang besuchten Literaten, Philosophen, Künstler und Politiker das Café Procope – bei Kaffee und einer Neuheit, nämlich kühler Eiscreme, wurde dann heiß und heftig diskutiert.

Italienische Immigranten zogen um 1870 mit kleinen fahrbaren Ständen durch die Großstädte Großbritanniens und verkauften erstmals Eiscreme zum Mitnehmen. Überhaupt scheint Eiscreme unausweichlich mit Italien verbunden zu sein; italienisches, insbesondere sizilianisches Eis schmeckt einfach besser. Angeblich hat ja Marco Polo das Speiseeis aus China mitgebracht; aber wie mit den Nudeln haben erst die Italiener daraus eine wahre Spezialität gemacht – und das bis heute.

Ob nun Milcheis oder Sorbet, egal, Hippokrates hatte letztlich recht – Eis hilft!

Daher hat das Steuerbüro Dr. Schönfelder immer ein paar Becher in seiner „Betriebsapotheke“ parat.  🙂

5/11 – Goldene Hochzeit

Am 6. Mai vor 50 Jahren gaben sich unsere Seniorchefin Gertrud und ihr Kurt das Ja-Wort. Somit wird heuer die goldene Hochzeit gefeiert.

Eine lange Zeit, in der sie ihren gemeinsamen Lebensweg aufbauten, beruflich bildeten und ihre zwei Kinder Kurt und Apollonia großzogen.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder – eines ihrer großen Lebenswerke – wünscht von ganzem Herzen alles Gute und noch weiterhin viele glückliche gemeinsame Jahre.

Ach wie schön, wenn so zwei Menschen walten,
miteinander leben und veralten;
Jugend, unverloren, wird umschweben
die Genossen, die zusammen leben.

Jean Paul

4/11 – In den Donauauen

Einen Besuch wert: Der Nationalpark Donau-Auen

Unsere Seniorchefin Gertrud und ihr Kurt waren im März erneut in Bad Deutsch-Altenburg auf Kur.
Dieser Ort ist seit langem für sein heilendes Wasser bekannt – er birgt jedoch auch noch andere Schätze: Als eine von insgesamt 13 Nationalpark-Gemeinden grenzt Bad Deutsch-Altenburg an den Nationalpark Donau-Auen.

Ein in Europa einzigartiges Flussauensystem an der Donau wird durch diesen Nationalpark östlich von Wien geschützt. Die urtümliche Landschaft ist von beeindruckender Schönheit und das Reservat ist Rückzugsraum für seltene Arten.
800 höhere Pflanzenspezies gedeihen hier; über 30 Säugetier- und 100 Brutvogelarten, 8 Reptilien-, 13 Amphibien-, 60 Fisch- und tausende Insektenarten. Eisvogel, Seeadler, Flussregenpfeifer, Hundsfisch, Sterlet, Biber und Europäische Sumpfschildkröte zählen zu den Wappentieren des Nationalparks. Als botanische Kostbarkeiten finden sich die rare Schwarzpappel, zahlreiche Orchideenspezies und die echte Wilde Weinrebe, Stammform aller Kulturreben.

Die in diesem Abschnitt nach wie vor nicht aufgestaute Donau ist auf ca. 36 km freier Fließstrecke die Lebensader des Nationalparks. Denn nur durch stetigen Wandel kann die Aulandschaft langfristig bestehen. Während seiner Hochwasserphasen schafft der Fluss neue Schotterbänke, lagert Gewässerzüge um, reißt Steilwände in die Ufer und bringt Nährstoffe. Sinkt das Wasser wieder, gedeihen Fauna und Flora erneut und besiedeln die eben entstandenen Lebensräume – ein ewiger Kreislauf.

Erste Anlaufstelle für einen Besuch des Nationalparks ist das schlossORTH Nationalpark-Zentrum in Orth an der Donau, am gegenüber von Bad Deutsch Altenburg liegenden Ufer. Beliebt sind auch geführte Exkursionen mit den Nationalpark-RangerInnen. Informative Wanderungen und Bootstouren im Kanu oder Schlauchboot, Halbtags- und Ganztags-Angebote bieten vielfältige Möglichkeiten der Programmgestaltung. Nicht zuletzt genießen auch viele Kurgäste einfach die Stimmung bei einem Spaziergang entlang der Donau und durch die Au – so wie auch Gertrud und Kurt!

Weitere Informationen zum Nationalpark Donau-Auen:
www.donauauen.at  und   www.facebook.com/donauauen

Fotos:  Antonicek, Baumgartner

3/11 – Frühjahrsmüdigkeit

Schlaf, Kindlein, schlaf,
am Himmel steht ein Schaf;
das Schaf, das ist aus Wasserdampf
und kämpft wie du den Lebenskampf.
Schlaf, Kindlein, schlaf.

Schlaf, Kindlein, schlaf,
die Sonne frisst das Schaf,
sie leckt es weg vom blauen Grund
mit langer Zunge wie ein Hund.
Schlaf, Kindlein, schlaf.

Schlaf, Kindlein, schlaf,
Nun ist es fort, das Schaf.
Es kommt der Mond und schilt sein Weib;
Die läuft ihm weg, das Schaf im Leib.
Schlaf, Kindlein, schlaf.

Aus Christian Morgenstern´s Galgenlieder