5/14 – Der Simbacher Huchen

Im Norden vom Innviertel fließt der Inn und bildet eine natürliche Grenze zu Deutschland. Auf österreichischer Seite liegt Braunau, am gegenüber liegenliegenden Ufer in Bayern Simbach. Die alte  Inn-Brücke verbindet die beiden Städte. Sie war einst ein wichtiger Grenzübergang und ist auch im Stadtwappen von Simbach enthalten.

Auf dieser Brücke hat die Stadt Simbach ein Denkmal errichtet. Der Flussgott Aenus (lat. für Inn) reitet nackt auf einem Huchen. Doch diese Skulptur des Bildhauers Dominik Dengl erhitzt die Gemüter der Bevölkerung Braunaus.

Dass Aenus in dieser Sehenswürdigkeit seinen Blick gen Simbach richtet, ist verständlich. Schließlich ist es ein Simbacher Wahrzeichen – argumentieren die Simbacher. Jedoch bewirkt diese Körperhaltung, dass nun genau die Kehrseite von Aenus nach Braunau zeigt. : ) Die Braunauer unterstellen dem Absichtlichkeit und fühlen sich verspottet. Ihr gutes grenzüberschreitendes Einvernehmen mit Simbach ist derzeit etwas unterkühlt.

Wie auch immer es gemeint oder nicht gemeint war, der Huchen von Simbach ruft bei mancher Brückenüberquerung ein Lächeln (oder Zähneknirschen) hervor. Der Po von Aenus ist jedenfalls wohl einer der am häufigsten Begutachteten.

Machen Sie sich am besten selbst ein Bild davon, wenn Sie im Innviertel sind, rät Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder.

Was ist ein Huchen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Huchen

4/14 – Am Pyramidenkogel

Endlich schien wieder die Sonne nach all den grauen Nebeltagen und so nutzen Apollonia, Bernhard und Carlo die Gelegenheit, dem neuen Pyramidenkogel endlich einen Besuch abzustatten.

Dieser weltweit höchste hölzerne Aussichtsturm besticht durch seine schlichte Eleganz. Auf den drei frei begehbaren Aussichtsplattformen fühlt man sich wie ein Vogel – und ähnlich ist auch die Perspektive.

Beeindruckend war der Blick über die Kärntner Lande. Glitzernd lag uns der Wörther See zu Füßen, man konnte sogar seine vielen Untiefen ausmachen. Auch der Keutschacher See, der Rauschele See und andere der unzähligen Gewässer Kärntens sahen wir eingebettet in noch teilweise winterliche Täler, umringt von sanften Hügeln und schroffen Bergen; der Mittagskogel strahlte schneebedeckt  im Südwesten. Die Aussicht war atemberaubend!

Atemberaubend ist auch die Rutsche, die sich im Inneren herunterwindet. Carlo hat die 130 cm Größe, das Mindestmaß für Kinder, noch nicht erreicht und musste schmollend mit Bernhard die Treppe nehmen. Aber Apollonia rutschte. Prima! Versuchen Sie es unbedingt selbst!

Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht Ihnen einen guten „Rutsch“ in den Frühling!

3/14 – Fasching

Fasching ist’s!
Noch.

Morgen ist er zu Ende und die lange Fastenzeit vor Ostern beginnt. Wie schön ist es, verrückt zu sein und in andere Rollen zu schlüpfen.

Es wurden einst (und werden) Prinzenpaare gewählt, Kinderbischöfe gekürt und selbst Pseudopäpste ernannt. Mit  großen Umzügen und Festen wurden (werden) Herrschende und Politiker parodiert.

Sprachwissenschaftlich leitet sich Fasching von Vaschang (Fastenschank) her, der letzte Ausschank alkoholischer Getränke vor der damals noch sehr strengen Fastenzeit.

Karneval – wie der Fasching außerhalb von Österreich, Bayern und Sachsen genannt wird – leitet sich vom mittellateinischen carne levare (Fleisch wegnehmen) ab, oder wie scherzhaft auch oft gesagt wird:  carne vale – Fleisch, ade!

Die Reformation stellte die österliche Fastenzeit in Frage und damit verlor der Fasching seine Grundlage. In protestantischen Gegenden gerieten viele Bräuche in Vergessenheit, so auch in England nach der anglikanischen Reformation durch Heinrich VIII. Demzufolge konnte sich der Karneval auch in Nordamerika nicht festigen, ausgenommen die französisch beeinflussten Gebiete wie New Orleans oder Quebec. Südamerika zählt jedoch zu den Hochburgen des Karnevals.

Nun denn, bevor der Ernst wieder regiert, das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht: Bla, Bla!

2/14 – Die keltische Harfe

„Einst war eine Zeit, da war keine Zeit, und in dieser zeitlosen Zeit ….“

So beginnen alte Geschichten, die einst vor dem Herdfeuer erzählt wurden. Im flackernden Licht der erlöschenden Glut erzählt der Barde gemeinsam mit seiner Harfe die alten Mythen der Heimat, sodass einem Schauder über den Rücken laufen und das Herz bricht.

Die keltische Harfe, in Schottland auch clàrsach genannt, erkennt man durch ihre typisch gebogene Form der Säule. Diese Harfen kamen aus Irland, Schottland und der Bretagne und sind untrennbar mit der keltischen Tradition verbunden. Sie sind reich verziert und waren mit Bronzesaiten bespannt, die mit den Fingernägeln gezupft werden; im Gegensatz zu den Darmsaiten, die man heute häufiger verwendet und mit den Fingerkuppen gespielt werden.

Die Clàrsachs bergen eine alte, lange Geschichte in sich. So besagt die Legende, dass ihr magischer Klang den Zuhörer verzaubert und Freude, Traurigkeit, aber auch tiefe Träume bewirken kann.

Drei Weisen, die einen Harfner machen:

Eine Weise, die dich lachen macht,
Eine Weise, die dich weinen macht,
Eine Weise, die dich schlafen macht.

(Irische Triade)

Apollonia erlernte das keltische Harfenspiel von Bardinnen in mündlicher Tradition, als sie in den 1990er Jahren in Schottland weilte. Nun überraschte sie der Harfenbauer Franz Reschenhofer mit einer keltischen Harfe der besonderen Art, eine eigens für sie gefertigte Tara-Harfe.

Welch ein Klang! Wunderbar altes, gemasertes Holz, mythische Verzierungen, diese Harfe ist unbeschreiblich.

Mögen magische Harfenklänge auch Sie auf Ihrem Weg begleiten, wünscht Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder.

Siehe auch:  www.harfenbau.at

1/14 – Zum Jahreswechsel

Besinnliches aus dem Jahre 1883

Herr, setze dem Überfluss Grenzen,
und lasse die Grenzen überflüssig werden.

Lasse die Leute kein falsches Geld machen,
aber auch das Geld keine falschen Leute.

Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.

Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.

Bessere solche Beamte, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.

Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
und den Deutschen eine bessere Regierung.

Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen.
Aber nicht sofort.

Neujahrsgebet des Pfarrers von St. Lamberti, Münster (1883)

12/13 – Dezember

Dezember ist’s.

Eigentlich stammt Dezember ja vom Lateinischen decem und heißt zehn. Das kommt nicht von ungefähr, im römischen Kalender war der Dezember tatsächlich der zehnte Monat. Dieser wurde aber bereits im Jahre 45 v.Chr. vom julianischen Kalender, benannt nach Julius Cäsar, abgelöst. Die alten Bezeichnungen wurden zunächst dennoch beibehalten.

Der julianische Kalender hat durchschnittlich 365 ¼ Tage, um etwa 11 Minuten länger als das Sonnenjahr. Das generelle Problem der Kalenderrechnung ist, dass sowohl das Mond- als auch Sonnenjahr keine ganzen Tage beinhalten und sich somit im Laufe der Jahrhunderte der astronomische Frühlingsanfang um Wochen verschiebt. Nach diesem berechnet sich aber das Osterdatum!

Der ursprüngliche fünfte Monat Quintilis wurde zu Ehren Julius Cäsars in Julius umbenannt, der sechste Monat Sextilis zu Ehren Kaiser Augustus in Augustus. Auch andere Monate wurden nach römischen Herrschern benannt, aber offensichtlich überlebte keiner dieser Namen den Tod seines Namensgebers. Somit haben wir noch heute teilweise die alten Bezeichnungen des römischen (bzw. eigentlich etruskischen) Kalenders.

Der heute weltweit angewendete gregorianische Kalender wurde von Papst Gregor XIII im 16. Jahrhundert verordnet. Der Dezember ist der zwölfte und letzte Monat des Jahres, trotz seines Namens.

Der alte deutsche Name des Dezembers ist Julmond. Das Julfest, das Fest der Wintersonnenwende, ist der astronomische Zeitpunkt, in dem die Sonne auf der Nordhalbkugel der Erde den tiefsten Stand erreicht hat und wir dadurch die längste Nacht und den kürzesten Tag des Jahres haben.

Im Zuge der Christianisierung hieß der Dezember auch Christmonat oder Heilmond (da Christus das Heil bringt). Was das christliche Kirchenjahr betrifft, beginnt dieses abweichend von der üblichen Kalenderzählung mit dem ersten Advent, heuer also genau mit dem 1. Dezember.

Im diesem Sinne wünscht das Steuerbüro Dr. Schönfelder noch einen schönen Dezember und einen besinnlichen Advent.

11/13 – Die Goldene Gans

Am westlichen Ende des Alten Platzes in Klagenfurt steht  „die Goldene Gans“, das älteste urkundlich erwähnte Gebäude der Stadt. Kaiser Friedrich III. schenkte es 1489 den Klagenfurter Bürgern. Der heutige Bau stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist dreiseitig freistehend.

Im Zuge der Altstadtsanierung war dieses Haus das erste, bei dem der Innenhof restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Gerne sitzt man an lauen Abenden im Café und blickt in den dreigeschossigen heimeligen Arkadenhof, bummelt durch die Geschäfte, oder lässt im alteingesessenen Fotoatelier Tollinger ein Familienfoto machen. Neuerdings hat auch der Hausherr, Dermatologe Dr. Christian Kos, seine Ordination im ersten Stock.

Die „Goldene Gans“ trägt seinen Namen nach dem Hauszeichen, das über dem Eingangsportal thront –  bis 1892 war der Vogel nur im Museum zu bewundern. Seit damals wacht die Gans wieder über das altehrwürdige Bürgerhaus.

Bummeln auch Sie durch die Arkaden und genießen Sie die alten Bauten unserer Landeshauptstadt, wünscht Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder.

10/13 – Am Nordkap

Im Juli entflohen Karin und Monika mit ihren Familien der unmenschlichen Hitze in Österreich und besuchten das Nordkap in Norwegen.

Zwar ist das Nordkap nicht der nördlichste Punkt Europas, jedoch seit dem Anschluss an das Straßennetz der nördlichste Punkt unseres Kontinents, der auf Straßen vom europäischen Festland aus erreicht werden kann.

Und genau das taten sie auch. Von Oslo aus fuhren sie mit einem Bus die Küste Norwegens entlang, durch beeindruckende Landschaften und Fjorde. Mit Fähren besuchten sie einige der malerischen Inseln und fuhren durch den von König Harald 1999 eröffneten Nordkaptunnel. Dieser knapp 7 km lange Tunnel unterquert das Meer. Ein seltsames Gefühl, so viel Wasser über sich zu wissen.

Mit köstlichem Essen und Nächtigungen in entzückenden kleinen Hotels verging eine Woche im Nu. Viel geschlafen wurde aber nicht, sobald der Polarkreis überquert war, da um diese Zeit im Sommer die Mitternachtssonne die Nacht zum Tag macht.

Einzig am Nordkap selbst verwehrte regnerisches Wetter den Blick auf den Arktischen Atlantik. Ein Troll tröstete jedoch über diesen Umstand hinweg.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht, dass auch Ihnen bildlich die Sonne zur Mitternacht scheinen möge.

9/13 – Die Wolfsberger Hütte

Heiß war der heurige Sommer, heiß wie seit hundert Jahren nicht mehr. Lediglich auf der Alm war es halbwegs erträglich.

Und so statteten Apollonia, Bernhard und Carlo der Wolfsberger Hütte einen Besuch ab – auch, um Carlo eines der vielen Bauwerke seines Urgroßvaters, des Stadtbaumeisters Josef Urbani, zeigen zu können. Dieser erbaute die Wolfsberger Hütte 1911-1912. Das waren noch Zeiten, als das Baumaterial mit Pferden, Eseln oder vom Menschen selbst am Buckel in die Höhe hinauf getragen wurde.

Die Wolfsberger Hütte gehört dem Alpenverein, liegt in zirka 1850 m Seehöhe auf der Saualm und ist Teil des Panoramaweges Südalpen bzw. des Lavanttaler Höhenweges. Schon vom Tal aus ist die auf einer vorgelagerten Kuppe erbaute Hütte zu sehen. Sie ist im Sommer bewirtschaftet und bietet einen beeindruckenden Fernblick über das gesamte Lavanttal.

Letztes Jahr wurde das 100-Jahr-Jubiläum gefeiert. Mögen auch unsere geschaffenen Werke so lange halten wie diese Schutzhütte, wünscht Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder.

8/13 – Fußball

Nur kurz währt die Sommerpause im Fußball, im August ist der Betrieb wieder voll im Gange und der Startschuss für die Hinrunde der Saison 2013/14 ist bereits gefallen.

Unser Mitarbeiter Gernot frönt seit langem diesem alten Spiel der Indianer und steht in der Verteidigung bombenfest seinen Mann. Nur sehr knapp verpasste sein Team, der SC Landskron, dem er als Kapitän vorsteht, den Meistertitel in der Unterliga West und landete daher in der letzten Saison am zweiten Tabellenplatz.

Um trotzdem noch den Aufstieg in die Kärntner Landesliga zu schaffen musste sich die Elf des SC Landskron gegen den Zweitplatzierten der Unterliga Ost in zwei Spielen behaupten.

In dieser sogenannten Relegation reichte ein glücklicher, aber verdienter 1:3 Auswärtssieg der Villacher dank einer starken Teamleistung, trotz der 1:2 Heimniederlage gegen Ludmannsdorf, aus, um den Aufstieg doch noch zu schaffen.

Der SC Landskron ist dadurch, nach zweijähriger Abwesenheit, wieder zurück in Kärntens höchster Fußballliga.

Das wurde gebührend gefeiert! Aber bald stehen wieder harte Arbeit und intensive Vorbereitung für die kommende Saison am Plan. Nur durch Teamarbeit und durch ein gutes Zusammenspiel aller Beteiligten gelingen solche Erfolge.

Wie letztlich bei allen, auch steuerlichen Belangen. Im Steuerbüro Dr. Schönfelder ist das gelebte Tradition. Wir wünschen Gernot und seinem Team viel Erfolg und toi, toi, toi!