1/16 – Eins

Eins.
Anfang. Beginn.
Neues Jahr.

Der Jänner – regional auch Januar genannt – ist der erste Monat im neuen Jahr. Benannt nach dem römischen Gott Janus, der mit zwei Gesichtern dargestellt wird, Gott des Anfangs und damit auch des Endes.

Also folgt auf eins zwei?

Das wäre nun doch zu einfach.

Eigentlich folgt auf eins nochmal die Eins, dann die Zwei, die Drei und weiters die Fünf, die Acht usw..
1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, …

???

Doch, doch. Dies ist die unendliche Fibonacci-Folge, benannt nach einem der berühmtesten Mathematiker des Mittelalters, Leonardo Fibonacci. Die nächste Zahl ergibt sich immer aus der Summe der zwei vorangegangenen Zahlen. (Die Acht ergibt sich somit aus 3+5, die Dreizehn aus 5+8, die nächste Zahl wäre dann 8+13, usw.)

Diese Folge beschreibt zahlreiche Wachstumsvorgänge in der Natur, seien es z.B. Kaninchenpopulationen, die Ahnenmenge der männlichen Bienen, sei es das Blütenwachstum vielerlei Pflanzenarten. Diese Folge ist eine symmetrische Annäherung an den goldenen Schnitt, ein Verhältnis, in dem die Natur wächst.

Der Anfang ist scheints eins.

Schon, aber schon wieder zu einfach …

Alle natürlichen (zum Zählen verwendeten) Zahlen sind entweder Primzahlen oder zusammengesetzte Zahlen. Primzahlen sind dabei Zahlen, die nur durch Eins und sich selbst teilbar sind.
Bis auf die Eins, die erste natürliche Zahl.

Eins ist zwar durch eins und durch sich selbst teilbar, aber dennoch keine Primzahl, weil die Teiler zusammen nicht zwei, sondern nur eine Zahl sind.

Eins halt.

Anfang. Beginn.
Neues Jahr.
Neues Spiel. Neues Glück!
Die Karten sind neu gemischt.
Alles Gute damit wünscht Ihnen Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder.

12/15 – Brief an das Christkind

In Klagenfurt lebte eine alte Frau,
für sie war das Leben einsam und grau,
mit ihrem Einkommen war es schlecht bestellt,
mit einem Wort – sie hatte kein Geld.

Sie überlegte angestrengt hin und her,
woher denn Geld zu kriegen wär‘.
Ihr kam ein Gedanke – oh, wie fein,
so schrieb sie ein Brief an das Christkindlein.

LIEBES CHRISTKIND, ICH BIN ALT UND ARM,
DAS GELD IST ZU WENIG, ICH BITTE DICH, ERBARM!
DRUM SCHICKE MIR SCHNELLSTENS 100 EURO,
SONST MÜSSTE ICH HUNGERN UND WÄR NICHT MEHR FROH.

EINE ANDERE HILFE WEISS ICH NICHT MEHR,
DENN OHNE MONETEN IST‘S DOCH RECHT SCHWER,
ABER BITTE BEEILE DICH MIT DEM GELD,
SONST IST‘S NICHT MEHR SCHÖN AUF DIESER WELT.

Der Brief wird frankiert, in den Kasten gesteckt,
der Postbote ihn dann morgens entdeckt.
Er liest die Adresse – was soll er nur machen,
„AN DAS CHRISTKIND“ – das ist ja zum Lachen.

Er denkt sich aber, ein Spaß muss sein,
der kommt ins Fach vom Finanzamt hinein.
Am nächsten Tag dort angekommen,
wird er vom Beamten in Empfang genommen.

Wenn Sie nun glauben, er schmeißt weg den Brief,
oh, so ist das nicht, da liegen Sie schief.
Er liest die Adresse und denkt gleich daran,
wie man der alten Frau helfen kann.

Ja, glauben Sie mir, das ist kein Scherz,
es gibt beim Finanzamt mal jemand mit Herz.
Ihm kommt ein Gedanke und das ist fein,
das könnt für die Frau eine Hilfe sein.

Er fängt gleich an durch die Büros zu wandern
und sammelt recht fleißig von einem zum andern.
Doch leider war er über den Erlös nicht ganz froh,
statt 100 bekam er nur 70 Euro.

Aber diese wurden dann verwandt
und an die arme Frau gesandt.
Diese freute sich sehr, man kann’s kaum ermessen,
dass das Christkind hat sie nicht vergessen.

So schrieb sie rasch einen Dankesbrief,
in Eile sie zum Postamt lief.
Sie schrieb ans liebe Christkindlein
dieses nette Briefelein:

LIEBES CHRISTKIND DEINE GABE FREUT MICH SO,
VIELEN DANK FÜR DIE 70 EURO.
DOCH SOLLTEST DU MAL WIEDER AN MICH DENKEN,
UND SO GÜTIG MIR WIEDER WAS SCHENKEN,

DANN MÖCHTE ICH DICH NUR UM EINES BITTEN,
DAS GELD NICHT ÜBER DAS FINANZAMT SCHICKEN.
DENN DIE LUMPEN HABEN, UNGELOGEN,
VON DEN 100 EURO 30 ABGEZOGEN.

Anonymus

Das Team des Steuerbüros Dr. Schönfelder 
wünscht frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr  2016!

11/15 – Cerunnos, der Gehörnte

Herbst ist’s.

Hirschbrunft.

Die Paarungszeit des Rotwildes beginnt Anfang September, bei uns im Alpenhochland oder auch in Schottland setzt sie im Oktober ein und dauert fünf bis sechs Wochen. In dieser Zeit präsentiert sich der (Platz)-Hirsch mit seinem riesigen stolzen Geweih. Ab Feber dann wird es abgeworfen um bald darauf wieder – größer und mächtiger – neu zu wachsen.

Dem Hirschgeweih kam in alter Zeit eine besondere Bedeutung zu. Als Versuch, eine sakrale Vorstellung unserer Vorfahren zu bekommen ist im Urgeschichtemuseum Schloss Asparn/Zaya ein keltisches Heiligtum mit Cerunnos nachgebaut – als idealisiertes Modell ist es weltweit einzigartig.

Cerunnos ist vermutlich der Name eines keltischen Gottes. Sein Name wird als „der Gehörnte“ gedeutet und wird zumeist als Gott der Natur, der Tiere und der Fruchtbarkeit interpretiert. Er sitzt im Lotussitz, ein Hirschgeweih am Kopf, zwei Widderhornschlangen in den Händen – ähnlich seinem Abbild auf dem in Dänemark gefundenen Kessel von Gundestrup.

Das alte Wissen um den Geweihgott lebt in (meist englischer) Literatur und Sagen weiter – wie beispielsweise in Gestalt des Green Man, des Wilden Mannes oder des Wilden Jägers. Auch in den Legenden vom Hl. Eustachius und vom Hl. Hubertus stecken viele Elemente des Gehörnten. Das Hirschgeweih ist ein Symbol für Fruchtbarkeit, aber auch für den Tod bzw. das Weiterleben nach dem Tod, ein Wegweiser in die Anderswelt.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht ein besinnliches Allerheiligen / Allerseelenfest.

10/15 – In der Tropfsteinhöhle

Herrn Pfarrer Erich Ickelsheimer lud die altkatholischen Religionsunterrichtskinder zu einem Ausflug in die Adelsberger Grotte ein. Und so fuhr Carlo, begleitet von Apollonia, nach Adelsberg/Postojna in Slowenien und bestaunte diese Tropfsteinhöhle.

Höhle ist wohl das falsche Wort. Das Höhlensystem im Karstgebiet von Adelsberg/Postojna zieht sich über 26 Kilometer hin. Anfangs fährt man ein paar Kilometer mit dem Höhlenzug hinein ins dunkle Grottensystem. Atemberaubend!

Tief unter der Erde beginnt dann der Rundgang vorbei an Stalagmiten und Stalaktiten, in verschiedensten Größen, Formen und Farben; faszinierend das Symbol der Höhle, der schneeweiße große Tropfstein, genannt der Brillant.

Manchmal wachsen die Tropfsteine von oben und unten zu Säulen zusammen, sog. Stalagnaten. Wenn man bedenkt, dass dies Jahrhunderte bis Jahrtausende dauert …

Es können sich aber auch bleistiftdünne Stalaktiten bilden, zu sehen in der sog. Spaghetti-Höhle.

An schrägen Wänden wiederum bilden sich hauchdünne Flächen, gennant Gardinen, die tatsächlich wie Seidentücher ausschauen.

Fledermäuse gibt es keine, dazu sind die Höhlen zu tief, befanden wir uns doch in der mittleren Ebene bereits 120 Meter unter der Erde. Dafür war der berühmteste Höhlenbewohner, der Grottenolm, zu sehen. Farblos und ohne Augen ist er perfekt der ewigen Dunkelheit angepasst. Langsam, wenn überhaupt, kriecht er in den Wasserpfützen, Nahrung ist mehr als rar. So kann er bis zu drei Jahre ohne Essen auskommen.

Ein wahrlich entschleunigtes Leben.

Auf jeden Fall eine Besichtigung wert, findet  Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder.

Denn schon Kaiserin Sissi hat gegen Ende des 19. Jahrhunderts diese Grotten bestaunt und sie haben nichts von ihrer Faszination verloren. Im Gegenteil.

Info:  www.postojnska-jama.eu/de

9/15 – Räucherfische

Der Herbst naht, Zeit, sich Vorräte für den Winter zurecht zu legen.

Ein besonderer Leckerbissen sind geräucherte Fische.

Zuerst die Forellen einsalzen, dann im Ofen eine Viertelstunde offen hängen lassen, damit sie trocknen.

Schließlich zudecken und eine Viertel Stunde mit 70° bis max. 75° heizen (denn wenn’s zu heiß ist, rinnt das Fett des Fisches aus und er wird zu trocken).

Dann folgt das Räuchern bei zirka 40° – 50°, das diesen unvergleichlichen Geschmack ergibt.

Dafür sollte man Hartholz verwenden und dieses in feine Späne klieben, denn damit erhöht man die Oberfläche. Schließlich will man ja wenig Hitze, aber sehr viel Rauch. Zirka eine Stunde räuchern.

Und fertig ist’s. Wir hatten das Glück, bei einem alten Schulfreund von Gertrud die Zubereitung von Anfang bis zum Ende mitzuerleben – und, noch wichtiger, diese frisch geräucherten, noch warmen Fische schließlich mit Krenobers genießen zu dürfen. Ein Gedicht!

„Mahlzeit“ wünscht Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder.

8/15 – Pasuk-Do

Vor gut einem Jahr hat Carlo mit Pasuk-Do begonnen. Und da es Apollonia beim Zusehen so gut gefiel, trainiert nun auch sie in dieser Kampfsportart.

Pasuk-Do fördert die Körperbeherrschung, die Wahrnehmung und die Konzentration; als Nebeneffekt des Trainings wird man außerdem beweglicher und fitter – und selbstbewusster, da man auch in Selbstverteidigung geschult wird. Aber am wichtigsten ist, es macht sehr viel Freude.

Großmeister Johann Partl ist ein guter, aber strenger Trainer. Die einzelnen Grade müssen wahrlich erkämpft und alle Formen sicher beherrscht werden. Nach einem Jahr war es dann aber endlich soweit. Carlo und Apollonia konnten schließlich den zweiten Schülergrad, sprich den gelben Gürtel erlangen.

Sie sehen, im Steuerbüro Dr. Schönfelder sind Sie sicher aufgehoben. : )

Wissenswertes zu Pasuk-Do:   www.pasuk-do.com

7/15 – Ein Vogelnest

Als wir heuer im Frühjahr unseren Balkon  entwinterten um ihn wieder tauglich fürs gemütliche draußen Sitzen in der Mittagspause zu machen, entdeckten wir, dass ein Vogel bereits am Geländer ein Nest gebaut hatte und auch schon vier Eier gelegt waren.

Das brütende Amselweibchen blickte uns immer sehr böse an, wenn wir uns am Balkon aufhielten; so wurde in den letzten Wochen drinnen gegessen. Nur für vereinzelte Fotos schlichen wir uns nach draußen.

Und plötzlich lagen die frisch geschlüpften Jungvögel flaumig und rosa im Nest. Die Amselmama, obwohl wir nur eine Minute draußen waren um zu fotografieren, kam auch schon geflogen und attackierte uns. Schwierig, ihr klarzumachen, dass wir ihren Jungen nichts tun.

Dann ging es sehr rasch. Innerhalb einer Woche wuchsen die kleinen Piepmätze heran, dass es eine Freude war. Und plötzlich eines Nachmittags hörten wir kräftiges Flügelschlagen. Die Jungen hatten bereits ein prächtiges Federkleid, sie reckten und streckten ihre Flügel, und schwupps, flogen sie alle auf und davon. Nur ein leeres, verlassenes Nest zeugt noch von ihrer Aufzucht.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht „seinen Vogerln“ das Allerbeste für  ihr junges Leben – und mögen ihnen Katzen und Elstern fern bleiben.

6/15 – Im Museum Liaunig

Ein Jahr lang wurde das Museum Liaunig in Neuhaus umgebaut, nun endlich konnten Apollonia, Bernhard und Freunde das wieder eröffnete Museum besuchen.

Welch eine Architektur!
Samt einer fantastischen Akustik.
Allein die Räumlichkeiten sind einen Besuch wert!

Das Museum Liaunig verfügt über eine der größten Sammlungen österreichischer Nachkriegskunst. Das derzeitige Ausstellungsangebot umfasst aber auch andere moderne markante Werke und Plastiken.

Daneben findet man auch eine Schau von afrikanischen Goldobjekten der Arkan (Elfenbeinküste), sowie dekorierten Gläsern und Portraitminiaturen des 16. bis 19. Jahrhunderts, über deren detailreiche Handwerkskunst man sich nur wundern kann.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht, auch Sie mögen aus dem Staunen nicht herauskommen.

Infos unter:  www.museumliaunig.at

5/15 – Das Lot

Das Lot ist ein altes traditionelles Werkzeug zur Bestimmung der Vertikalen.

Es besteht aus einer dünnen Schnur mit einem Metallstück, meist Blei, am Ende. Die Erdanziehung zieht das Gewicht immer gerade nach unten, sodass man sicher sein kann, dass die Senkrechte auch tatsächlich senkrecht und nicht (leicht) schief ist. Das Prinzip ähnelt einer Wasserwaage, nur halt für die Höhe.

Das Lot ist eines der ältesten Werkzeuge, dessen Menschen sich bedienen. Damit wurden Burgen, Schlösser und Kathedralen gebaut  – der schiefe Turm von Pisa vielleicht mal ausgenommen. : )

Es braucht nicht viel, um ein Lot herzustellen, wie der Ehrenkommandant der Feuerwehr von St. Marein im Lavanttal beim Maibaum Aufstellen eindrucksvoll vorzeigte. Wenn gerade kein Lot zur Hand ist, dann bastelt man sich eben eins. Man muss sich nur zu helfen wissen.

Und der Maibaum stand und steht noch immer kerzengerade, eine wahre Pracht. Das Lot allerdings fiel der anschließenden Feier zum Opfer.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht Ihnen einen frohen Mai und dass alles im Lot ist.

4/15 – Berufsanwärter

Gernot hat die erste Hürde in seiner akademischen Laufbahn gemeistert und darf sich nun Bakkalaureus der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften nennen, oder kürzer Bakk. rer. soc. oec.

Diese Bezeichnung ist ein neulateinisches Kunstwort und bedeutet in etwa soviel wie „einer, der mit beerenreichem Lorbeer bekränzt ist“, eine besondere Ehrung seit der Antike.

Mit Lorbeer bekränzt haben wir Gernot leider nicht, da dieser bei uns nur getrocknet im Gewürzregal zu finden ist, dafür jedoch ausgiebig gefeiert!

Nun geht’s ans Eingemachte: Spezialisierung auf das Steuerrecht, der zweite Schritt hin zum Steuerberater.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder gratuliert seinem frischgebackenen Berufsanwärter auf Herzlichste!