9/17 – Das Essbesteck

Als (Ess-)Besteck bezeichnet man generell Werkzeuge, die der Nahrungsaufnahme dienen. Während in vielen Kulturen weltweit auch heute noch mit den Fingern gegessen wird, verwendet man in Europa Messer, Gabel und Löffel.

Allerdings ist die Verwendung einer Gabel eine vergleichsweise neue Sitte. Vorher wurde bei uns neben dem Löffel ebenfalls mit den Händen gegessen.

In Ostasien wiederum wird es als barbarisch angesehen, sich mit spitzen Gegenständen zum Mund zu fahren, dort werden statt Gabeln Essstäbchen verwendet.

Der Löffel ist uralt und wurde schon bei altsteinzeitlichen Grabungen gefunden. Er ist schlicht der schöpfenden Hand nachempfunden und ergibt bei sehr heißen Suppen durchaus Sinn.

Auch das Messer existiert schon lange, allerdings nicht als Esswerkzeug. Es wurde lediglich vor dem eigentlichen Essen zum Zerkleinern der Nahrung benutzt.

Gabeln, ob zwei-, drei- oder vierzinkig, gab es schon in römischer Zeit. Allerdings wurden sie meist nur zum Vorlegen verwendet. Im christlichen Mittelalter wurde die Gabel sogar als Werkzeug des Teufels angesehen und daher nicht verwendet; in Klöstern somit lange Zeit ausdrücklich untersagt.

Die durchgängig gleichzeitige Benutzung von Gabel und Messer während des Essens setzte sich erst relativ spät im bürgerlichen Europa des 19. Jahrhunderts durch.

Ein schwieriger Zungenbrecher (Ich habe das Besteck zu spät bestellt) lautet, aber natürlich nur im Dialekt: „I hob dos B’steck z’spot b’stellt.“

Und für die Fortgeschrittenen: „I hob dos Speck-B’steck z’spot b’stellt.“

Das wünscht Ihnen Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder natürlich nicht. Guten Appetit!

 

8/17 – Schweden

Sommerzeit ist Urlaubszeit ist Reisezeit.

Karin entspannte heuer mit Ihrer Familie in Skandinavien. Sie mieteten sich ein Haus in Mittelschweden in der Nähe von Lindesberg; eine hügelige Landschaft, gesprenkelt mit  vielen langgestreckten Seen.

Auch ihr Holzhäuschen lag an einem kleinen Gewässer. Wie dort üblich, fuhren sie mit dem Ruderboot hinaus aufs Wasser, denn ihre Abendmahlzeiten mussten erst gefischt werden. Aber umso köstlicher schmeckten dafür diese fangfrischen Fische, die abends am Ufer gegrillt wurden.

Untertags waren Rad- und Wandertouren angesagt; auch längere Ausflüge wurden unternommen, denn das Land ist sehr weit und dünn besiedelt. Schweden hat um die 10 Millionen Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von 22 Einwohner pro km² entspricht. Im Vergleich dazu hat Österreich 105 Einwohner pro km² und Deutschland 230.

Selbstredend wurde die berühmte monumentale Skulptur „Jacqueline“ von Pablo Picasso  in Kristinehamn besucht. Diese 15 Meter hohe Statue gilt als das weltweit größte Picasso-Kunstwerk und soll seine Frau darstellen.

Schließlich ging es zurück in die Hauptstadt Stockholm; gewöhnungsbedürftig  nach all der Ruhe. Entspannt und frisch gestärkt kehrte Karin wieder ins Steuerbüro Dr. Schönfelder zurück. Wir hoffen, auch Sie haben heuer solch einen erholsamen Urlaub.

7/17 – Weltanschauung

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

„Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling. „Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird.“ antwortet der andere Zwilling.

„Ich glaube, das ist Blödsinn!“ sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?“ „So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“

„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“ „Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“

„Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von ’nach der Geburt‘. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum.“

„Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.“ „Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“

„Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!“ „Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“

„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt…..“

 

Anonymus

6/17 – Trinitas

Der erste Sonntag nach Pfingsten ist der Dreifaltigkeits-Sonntag, der dem Gedenken der Trinitas (der Dreifaltigkeit) gewidmet ist. Diese bedeutet, dass die Wesenheit Gottes drei Personen sind – Gott Vater, Gott Sohn und Geist Gottes. Damit werden ihre Unterscheidung und zugleich ihre unauflösbare Einheit ausgedrückt.

Die ersten bildlichen Darstellungen zeigen drei gleich aussehende junge Männer nebeneinander gestellt. Im Mittelalter dann werden Abbildungen üblich, wie wir sie aus unseren Kirchen kennen – der greise Gott-Vater, der jugendliche Christus und der Heilige Geist als Taube.

Das Verständnis der Dreiheit und doch Einheit hatte und hat immer Verständnisschwierigkeiten mit sich gebracht, und so ist die Geschichte reich an verschiedenen Strömungen bis hin zu Häresien und Schismata. Die körperliche Darstellung des Heiligen Geistes als Jüngling wurde schließlich 1745 von Benedikt XIV. verboten.

So zogen in den Jahrzehnten danach kirchliche Inspektoren durchs Land um zu kontrollieren, ob in den Kirchen etwaige Darstellungen der Trinität als drei Männer auch übermalt worden waren.

Auch in der Kirche zu Falkenstein im Weinviertel gab es solch ein altes Bild über dem Altar. Nun hatte aber der damalige Pfarrer hinter der Kirche einen kleinen Weingarten. Als der kirchliche Kontrolleur auftauchte – es war ein heißer Sommertag – da überredete er ihn zuerst zu einer kleinen Erfrischung. Und so saßen die Zwei einträchtig vorm Weinkeller und philosophierten bei einem, zwei, drei Glaserl Wein. Der Abend schritt fort und der Wein floss bis tief in die Nacht.

Am nächsten Morgen erwachte der Kontrolleur spät –  er sollte doch längst im nächsten Dorf und in der nächsten Kirche sein. Eilig machte er sich auf den Weg und so wurde die Kirche von Falkenstein nie überprüft.

Man kann die äußerst seltene Darstellung der Dreifaltigkeit als drei gleich aussehende Männer noch heute dort bewundern. Falkenstein ist deshalb und insbesondere wegen des hervorragenden Weines immer einen Besuch wert, findet Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder.

 

5/17 – Der Komposthaufen

Etwa ein Drittel unseres Hausmülls sind biogene Abfälle. Man kann diese nicht vermeiden, aber verwerten und als Kompost nützen. So entsteht ein Kreislauf, in dem die biologischen Abfälle wieder in die Natur zurückgeführt werden. Kompost gibt dem Boden Nährstoffe zurück und verbessert dessen Struktur; er speichert Wasser und erhöht die Widerstandskraft der Pflanzen.

Wer einen Garten besitzt und etwas Arbeit und Zeit dafür aufwenden mag, kann auf die Biotonne verzichten und sich einen eigenen Komposthaufen anlegen. Der ideale Kompostplatz liegt im Halbschatten, ist windgeschützt und leicht zugänglich.

Was kann kompostiert werden? Alle Bioabfälle aus der Küche, aus dem Haushalt und dem Garten, die ansonsten über die Biotonne entsorgt werden müssten. Plastik als Sackerl oder in welcher Form auch immer hat aber darin nichts zu suchen!!

Als Faustregel gilt: trockenes und feuchtes sowie grobes und feines Material ergeben die ideale Kompostmischung. Eine Grundschicht von Ästen und Zweigen oder Häckselgut wird auf dem Boden ausgelegt. Die gesammelten Bioabfälle werden vermischt in Schichten aufgesetzt.

Der Kompost soll vor Austrocknung, Stickstoffverlusten und Vernässung durch Regen geschützt, aber auch warmgehalten werden. Deshalb sollte man die Materialien mit Grasschnitt, Stroh, Laub oder einem Vlies abdecken.

Auch das Umschichten des Komposthaufens (Umsetzen), um ihn neu zu durchlüften und korrigierend einzugreifen, kann notwendig werden, wenn der Kompostiervorgang nicht optimal läuft (zu feucht oder zu trocken) oder der Verrottungsprozess beschleunigt werden soll.

Die fertige Komposterde wird gesiebt. Die verbleibenden Grobteile können wieder als Strukturmaterial für den nächsten Komposthaufen verwendet werden.

Eine gut betriebene Hausgartenkompostierung stinkt nicht, ersetzt die Kosten für eine Biotonne und es fallen keine Transport- und Verarbeitungskosten an. Eine gute Sache, meint Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder.

4/17 – Der neue Mann mit dem Fagott

Die Bürokratie nimmt überhand. Jedes Jahr flattern neue und dickere Formulare ins Büro, es muss ausgefertigt, abgestempelt, bestätigt und abgelegt werden. Immer mehr Zeit, zu viel Zeit nahm dieser Wust an Verwaltungsarbeiten in Anspruch.

Und dann trat Michael Tavernaro in unser Büroleben. Hauptberuflich Fagottist, zusätzlich als Social Media Manager tätig, suchte er unsere steuerliche Begleitung.

Die Musik und die Mathematik waren schon immer Geschwister, beide benötigen Genauigkeit, Struktur und Exaktheit in der Ausführung um gedeihen zu können. Alles unbedingte Voraussetzungen für unsere Arbeit. Und so ließen wir Michael ganz einfach nicht mehr gehen.

Nach dem Studium des Fagotts in Innsbruck und am Mozarteum in Salzburg musizierte Michael zuerst lange in Österreich. Schließlich machte er sich auf den Weg die Welt zu erkunden und spielte mit fast allen großen Symphonieorchestern. Insbesondere verbrachte er viele Jahre in Ägypten, Singapur und Malaysia, in China und Indien. Heimweh und Liebe haben den Vorarlberger schließlich nach Kärnten verschlagen, doch die Musik ist zum Glück international.

Und so hilft er uns nun manchmal aus. Außerdem haben wir somit einen Fachmann für soziale Medien zur Hand. Diese sind heutzutage auch im Geschäftsleben nicht mehr wegzudenken, bergen aber große Gefahren falls unprofessionell gehandhabt.

Deshalb, wenn Sie Twitter, Facebook & Co. verwenden (möchten), empfiehlt Ihr Steuerbüro Dr. Schönfelder, zuerst ein unverbindliches Erstgespräch mit Herrn Tavernaro zu führen. Sie werden wie wir bass erstaunt sein, was dabei nicht alles möglich ist.

Info:  www.iMovements.com   oder ihn einfach mal im Steuerbüro abpassen. : )

 

3/17 – Schitour

Viel Schnee gab es heuer ja nicht, aber als es endlich im Feber mal schneite, spannte Gernot seine Felle auf die Schi, nahm die Stöcke zur Hand und erklomm über steile verschneite Hänge die Villacher Alpe.

Frisch blies der Wind und befreite den Kopf von unnötigen Gedanken, Schneeflocken fielen nass aufs Gesicht, der Blick verlor sich im grenzenlosen Weiß …

Als Gernot endlich die Deutsche Kapelle am Dobratsch erreicht hatte, die Maria am heiligen Stein geweiht ist und die er vom Kirchtag am 15. August her kennt, war er froh, nicht den bequemsten Weg gegangen zu sein – je schwerer der erste Schritt fällt, desto schöner fühlt sich der letzte an.

Das Steuerbüro Schönfelder wünscht auch Ihnen alles Gute auf Ihrem Weg zum Erfolg!

2/17 – EDV: Ende Der Vernunft

Diesen Feber gab es kein Panoptikum – denn die Programmierung dieses Services für Sie war 12 Jahre alt und damit uralt, zu alt für die heutigen Webserver.

Aus und vorbei.

Das wollten wir nicht akzeptieren. Noch herrscht der Mensch über die Maschine.

Nach einem Monat harter, manchmal sehr emotionaler Arbeit präsentiert das Steuerbüro Dr. Schönfelder nun das neue Panoptikum.

Wie gefällt es Ihnen? Schreiben Sie uns – per e-mail, Fax oder Brieftaube!  ; -)

1/17 – Der kleine Vogel

Ein kleiner Vogel flog Richtung Süden, doch leider viel zu spät. Es war schon fast Winter und ziemlich kalt hoch oben. Nach kurzer Zeit verließ ihn all seine Kraft und er stürzte zu Boden. Halb erfroren von der eisigen Kälte und benebelt vom Sturz lag er dort und der Engel des Todes machte sich bereits auf den Weg, ihn zu holen.

Plötzlich kam eine große, dicke Kuh um die Ecke, blieb zufällig über dem Vogel stehen und legte einen riesen Scheißhaufen auf ihn. Die Kacke war sehr warm, er taute auf. Leben durchfloss den kleinen Vogel und er flatterte wie wild, um den Haufen zu entrinnen …

Durch sein wildes Flattern aufmerksam geworden kam eine Katze angerannt. Sie sah, dass sich in dem Haufen der kleine Vogel befand und nicht in der Lage war zu flüchten. Erbarmungslos umkreiste sie den Haufen, näherte sich ihm und fraß den kleinen Vogel auf.

Und die Moral von der Geschichte:
Nicht jeder, der dich in die Scheiße haut, ist dein Feind und nicht jeder, der dich aus der Scheiße holt, ist dein Freund.

Beobachte gut und urteile nicht zu schnell, ob dir jemand wohlgesonnen ist oder nicht. Oft trügt der erste Schein und du bist überrascht, was sich dahinter verbirgt.

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht ein gut gedeihendes, frohgesinntes neues Jahr 2017!

12/16 – Pikkale

Im Lavanttal gibt es zu Weihnachten – und nur zu Weihnachten – das „Süaße“, auch „Pikkale“ genannt.

Dieses bäuerliche Rezept wird seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben. Daher gibt es verschiedene Arten der Zubereitung, insbesondere ein Nord-Süd-Gefälle – im oberen Tal wird Schlagobers beigefügt, im unteren Tal nicht.

Eigentlich werden die Vorbereitungen schon im Sommer in Angriff genommen – Kirschen, Zwetschgen und Birnen müssen gedörrt werden. Vor Weihnachten dann beginnt die doch langwierige Zubereitung.

Die Kletzen und das andere Trockenobst sollten jeweils zirka einen Tag lang köcheln. Diese Säfte dann abseihen und kalt stellen. Zusammenschütten und mit sehr viel Obstschnaps (und Rum) vermengen. Trockenes Mohnweißbrot oder alten Reindling in dünne Scheiben schneiden, in eine Schüssel legen, mit Mohn und Zucker (und Zimt) bestreuen und einen Schöpfer des Schnapsaufgusses darüber leeren. So weiter machen, bis die Schüssel voll ist und für mindestens fünf Stunden kalt stellen.

Gegessen wird das Pikkale nur am Heiligen Abend. Und oftmals gab’s dadurch schon vor der eigentlichen Bescherung eine schöne Bescherung.  : )

Diese ausschließlich  lavanttalerische Süßspeise ist verbunden mit der Hoffnung, dass die nächste Obsternte reich ausfällt. Nun denn – lasst uns schmausen!

Das Steuerbüro Dr. Schönfelder wünscht Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest.